Luftentfeuchter Test 2018: Die besten Bautrockner im Vergleich

Im Luftentfeuchter Test 2018 geht es uns weniger um die großen Bautrockner zur Trockenlegung ganzer Bauwerke, als vielmehr um die kompakten elektrischen Luftentfeuchtungsgeräte, wie sie in einzelnen Räumen der Privatleute zum Einsatz kommen. Dort sollen die Luftentfeuchter das Raumklima verbessern und Feuchteschäden wie Schimmelbildung verhindern. Dies können die kompakten Geräte ganz gut, wie unser Luftentfeuchter Test gezeigt hat. Luftentfeuchter Test 2018Wirklich nötig sind die Luftentfeuchtungsgeräte unterdes nicht immer, denn wer richtig heizt und lüftet, kann der Schimmelbildung im Winter auch ohne Spezialtechnik vorbeugen. Den im Sommer schwitzenden Hausbewohnern hilft dies leider wenig. Hier helfen nur ein im Test für gut befundener elektrischer Luftentfeuchter oder eine Split-Klimaanlage. Im Luftentfeuchter Test 2018 haben wir uns 12 der kompakten und nach dem Prinzip der Kondensationstrocknung arbeitenden Bautrockner näher angeschaut und größtenteils für wirkungsvoll erachtet. Den unserer Meinung nach besten Luftentfeuchter haben wir zum Testsieger gekürt. Je nach Einsatzort und persönlichen Anforderungen, kann der beste Luftentfeuchter aus unserem Test, trotz zahlreicher positiver Erfahrungsberichte, nicht der Testsieger aller sein. Dem einen oder anderen hilft unser kleiner Ratgeber vielleicht dabei, erst gar keinen Luftentfeuchter kaufen zu müssen. Mitunter genügt auch ein kräftiger Ventilator oder die in vielen Klimaanlagen vorhandene Luftentfeuchtungsfunktion. Der Bauherr sollte sich schon bei der Planung seines Hauses überlegen, wie er die Energieeinsparungsverordnung im Sinne eines trockenen Baukörpers aushebeln kann!

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Bautrockner und Luftentfeuchter im Vergleich

Bautrockner vs. Luftentfeuchter I Eignung I Gefahren I Test I Alternativen

Beide Begriffe werden gerne durcheinander gehauen, obwohl sich Bautrockner und Luftentfeuchter in ihrer Charakteristik und oftmals auch vom Wirkprinzip her unterscheiden. Während der Luftentfeuchter dazu dient, einzelnen Räumen die Feuchtigkeit zu entziehen, kann man das Einsatzspektrum der Bautrockner von deren Namen herleiten. Der Bautrockner ist im Vergleich zum Luftentfeuchter größer, teurer und leistungsfähiger, denn seine Aufgabe ist es ganze Bauwerke trockenzulegen. Wie der Luftfeuchter vermag es natürlich auch der Bautrockner einzelne Zimmer zu entfeuchten. Da er seine Arbeit im Vergleich zum Luftentfeuchter etwas rabiater erledigt, eignet sich der Bautrockner jedoch weniger als Kamerad im Wohnbereich. Seine Lautstärke, sein Erscheinungsbild und sein höherer Preis prädestinieren ihn für den professionellen Einsatz im Baubereich. Der private Bauherr und Hauseigentümer würde einen Bautrockner allenfalls mieten, um damit den Baufortschritt zu beschleunigen, oder zur Bauwerkstrockenlegung nach einem Wassereinbruch. Der Luftentfeuchter im Design einer mobilen Klimaanlage wirkt im Wohnbereich wesentlich unauffälliger, kann dort dauerhaft verweilen und betrieben werden. Er kostet nicht nur deutlich weniger im Vergleich zum Bautrockner, sondern verbraucht auch weniger Strom. Zu seinen Aufgaben zählt eher das Verhindern von Feuchteschäden in problematischen Räumlichkeiten, als das Trockenlegen bereits vorhandener Bauschäden. Auch das Wirkprinzip von Bautrockner und Luftentfeuchter unterscheidet sich zumeist. Da Bautrockner ganzjährig funktionieren und ein höheres Leistungsspektrum abdecken müssen, praktizieren sie i.d.R die Adsorptionstrocknung, während Luftentfeuchter das unaufdringlichere Prinzip der Kondensationstrocknung bevorzugen. Wissen sollte man noch, dass es neben dem elektrischen auch den chemischen Luftentfeuchter gibt. Dieser eignet sich aber nur für kleine Rauminhalte, z.B. im Auto wo er dabei helfen kann, das Zufrieren der Autoscheiben von innen zu verhindern. In unserem Luftentfeuchter Test konzentrierten wir uns auf die elektrischen Kondensationstrockner, welche in jedem kaputt sanierten Eigenheim zur Standardausrüstung gehören sollten, aber auch in Klimageräten zum Einsatz kommen.

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Verwendung der Bautrockner & Luftentfeuchter

Bautrockner vs. Luftentfeuchter I Eignung I Gefahren I Test I Alternativen

Luftentfeuchter haben sich erst in der jüngeren Vergangenheit etabliert. Früher waren sie oft unnötig, weil es weder Fusch am Bau noch hermetisch geschlossene Gebäudehüllen gab. Lediglich nach Feuchteschäden infolge von Überschwemmungen und Wassereinbrüchen kam der größere Bautrockner zum Einsatz. Erst eine verfehlte Umweltpolitik mit dem verkappten Ziel die Wirtschaft anzukurbeln, hat dem Luftentfeuchter den Weg geebnet. Heute findet man die kompakten Luftentfeuchter nahezu in jedem neuen oder kaputt sanierten Haus. Dort sollen sie dabei helfen, Feuchteschäden infolge von Energieeinsparverordnung und unqualifizierten Bauarbeitern im Zaum zu halten. Luftentfeuchter lindern die Symptome, können aber das Übel nicht bei der Wurzel packen. Dem größeren Bautrockner fallen weitere Aufgaben zu, welche beim Bau eines Hauses oder infolge einer Naturkatastrophe anfallen.

Trockenlegung beim Hausbau mittels Bautrockner

Schnell schnell muss es gehen, da der Bauherr sein Mietverhältnis zum nächsten Ersten gekündigt hat. Eine Vertragsstrafe erwartet den Bauträger, wenn er das schlüsselfertige Eigenheim nicht zum vertraglich vereinbarten Termin fertig stellt. Dass Betonflächen Zeit brauchen, um sich von der gebundenen Feuchtigkeit zu trennen, interessiert dabei niemanden. Trotzdem können weitere Arbeitsgänge wie das Verlegen von Laminat erst dann erfolgen, wenn die naturgemäß beim Bau entstandene Feuchtigkeit aus dem Baukörper entschwunden ist. Das regelmäßige Lüften reicht da nicht aus und auch ein kleiner Luftentfeuchter kann die Tränen des Bauherren nicht trocknen. Ein großer Bautrockner hingegen, kann der Luft große Mengen an Feuchtigkeit entziehen, so dass sie neue Wassermengen binden kann. Luft hat nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit. Ist sie mit Feuchtigkeit gesättigt, bleibt das restliche Wasser im Baukörper. Erst wenn die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit mittels Bautrockner entzogen wurde, kann sie dem Baukörper weitere Wassermengen entziehen. Eine ehrbare Aufgabe für einen oder mehrere ausreichend dimensionierte Bautrockner! Zeit ist Geld und so macht sich der Bautrockner schnell bezahlt und beliebt. Nicht nur der schnellere Baufortschritt ist dem Bautrockner zu verdanken. Auch Wasserschäden resultierend aus unfertigen Dacheindeckungen, können so begrenzt oder vermieden werden.

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Die Folgen von Naturkatastrophen lindern, den Weg für einen Neuanfang mittels Bautrockner ebnen

Noch immer gibt es Bauherren, welche ihr Eigenheim im Hochwassergebiet errichten. Da ein solches Gebäude i.d.R. nicht gegen Hochwasserschäden versichert werden kann, bleibt der Bauherr auf den unvermeidlichen Hochwasserschäden sitzen. Nur unmittelbar vor Bundestagswahlen (max. 3 Wochen vorher) wird die Last mitunter auf den Steuerzahler umgelegt. Dieser ärgert sich zurecht, denn er hat die Fehlentscheidung des Bauherren nicht zu verantworten. Vor dem Kauf eines Grundstückes sollte und kann man sich informieren, ob dieses vom Hochwasser bedroht ist oder nicht. So lassen sich Hochwasser Gefährdungsgebiete sicher über öffentlich einsehbare Hochwassergefahrenkarten identifizieren.
Lässt sich ein Hochwasserrisiko auch vor dem Kauf eines Grundstückes sicher ausschließen, so tun dies viele Bauherren nicht. Andere können für die Lage im Hochwassergebiet nichts, denn sie haben ihr Eigenheim von ignoranten Vorfahren geerbt. Im Schnitt alle 10 Jahre heißt es dann, die guten Möbel auf die schlechten Möbel draufzustellen, Sandsäcke zu füllen, die Pumpen anzuschmeißen und zum Wassereimer zugreifen. Sind die großen Wassermassen auch schnell beseitigt, so wurde doch eine nicht unerhebliche Menge an Wasser vom Bauwerk absorbiert. Die Folgen für Haus und Einrichtung sind gravierend und können vom Bautrockner nicht gelindert werden. Viel Arbeit wartet auf Putzer, Fußbodenleger und diverse Installateure. Und sie wartet recht lange, denn bevor die Feuchtigkeit nicht aus dem Baukörper verschwunden ist, lässt sich der Handwerker verleugnen. Mit einem derart großen Wassereintrag ist ein kompakter Luftentfeuchter überfordert. Einer oder mehrere Bautrockner aber, können ein Haus zügig entfeuchten und so den Weg für einen Neuanfang ebnen. Die kostspielige Sanierung kann nun beginnen und unmittelbar vor dem nächsten Hochwasser erfolgreich abgeschlossen werden.

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Fusch am Bau

Deutsche Qualitätsarbeit hat der Bauherr von Heute nicht mehr zu erwarten. Mit etwas Glück ist der Architekt von hier oder zumindest in Deutschland aufgewachsen. Die einzelnen Gewerke aber, beschäftigen allenfalls das deutsche Fallobst, von der Arbeitsagentur gesponsert. Ergänzt wird die Truppe von einem Polier aus Polen, einem Ferienjobber aus der Fakultät, einem Praktikanten aus der Pestalozzischule und zwei hart arbeitenden Portugiesen. Mal fällt der eine besoffen vom Gerüst und mal der andere. Trotzdem wird das Haus pünktlich fertig, denn die Vertragsstrafe gilt es zu umgehen. Dies gelingt bei mangelndem Können und fehlender Erfahrung nur durch Fusch am Bau. Doch selten fällt das Haus sogleich in sich zusammen. Oftmals saugt es sich zunächst mit Wasser voll, macht seine Bewohner krank vor Wut und Schimmel, fällt aber erst Jahre später infolge einer unfachmännischen Sanierung zusammen. Bis dahin sind die den Baufusch verursachenden Gewerke längst der Pleite zum Opfer gefallen und die gezahlten 300.000 EUR sind unwiederbringlich verloren. Damit man sich noch etwas länger ärgern kann, empfiehlt es sich als Dauergast einen Bautrockner ins Haus zu holen. Dieser kann zwar die vergessene Horizontalabdichtung zur Verhinderung aufsteigender Bodenfeuchtigkeit nicht ersetzen, aber die daraus resultierenden Folgen eindämmen. Auch hier ist ein einfacher Luftentfeuchter überfordert, da dieser nur einzelne Räume trockenlegen kann. Ein guter Bautrockner zieht die Feuchtigkeit aus dem Gemäuer, so dass dieses neues Wasser aufnehmen kann. Und wenn die Bewohner des feuchten Hauses nicht gestorben sind, so ärgern sie sich noch heute.

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Vorbeugen von Feuchteschäden mittels Luftentfeuchter

Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme Luft. Deshalb kondensiert diese in kühlen Nebenräumen schneller als im beheizten Wohnzimmer. In Abstellkammer, Windfang und Hausflur kommt es deshalb im Winter oft zur gefürchteten und gefährlichen Schimmelbildung. Doch in unseren hermetisch isolierten Gebäuden sind nicht nur Nebenräume gefährdet. Auch im Wohnzimmer ist das Maß an Feuchtigkeit irgendwann voll. Bevor ein Regenschauer von der Decke fällt, kann ein Luftentfeuchter die gesättigte Luft von ihrer überdrüssigen Feuchtigkeit befreien und die Situation entschärfen. Notwendig wird dies vor allem dort, wo beim Neubau oder bei einer Sanierung der Einbau einer Lüftungsanlage vergessen wurde. Diese kompensiert die fehlenden "Lüftungsritzen" welche in jedem alten Gemäuer vorhanden waren. Die gemäß der Energieeinsparungsverordnung gebauten oder sanierten Häuser sind dicht wie eine Folientüte und verhindern den natürlichen Luftaustausch. Das regelmäßige Lüften von Hand kann in der heutigen Zeit nicht immer gewährleistet werden. Beim Heizen agieren viele Menschen zu sparsam. Insbesondere in den Nebenräumen wird zuwenig geheizt und gelüftet. Beinhaltet eine Wohnung gleich mehrere Problemzonen, kann ein Luftentfeuchter wenig ausrichten, wenngleich er auf Rädern steht und von einem Zimmer ins andere bewegt werden kann. In der Regel handelt es sich nicht um temporäre Probleme, sondern um einen kontinuierlich vorhandenen Feuchtigkeitsüberschuss, welcher die ständige Anwesenheit eines Luftentfeuchters erfordert. Hat man nur einen Problembereich, kann ein guter und automatisch arbeitender Luftentfeuchter Schimmelschäden verhindern, entweder bis der Winter vorbei ist oder bis der Baumangel abgestellt wurde. Ein dauerhafter Einsatz ist ökonomisch und ökologisch nicht zu verantworten.
Im Falle einer partiellen Havarie, wie sie bei einem defekten Geschirrspüler in der Küche oder bei einer kaputten Waschmaschine in der Waschküche auftreten kann, eignet sich ein Luftentfeuchter vortrefflich zur Schadensbegrenzung. Je nach Größe der Havarie eignet sich jedoch ein Bautrockner noch besser! Zwei geöffnete Fenster in Kombination mit einer auf Hochtouren laufenden Heizung, können Luftentfeuchter und Bautrockner toppen.

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Die Verbesserung des Raumklimas im Sommer

Die Hauptaufgabe des Luftentfeuchters ist nur wenigen bekannt. Er erfüllt sie nämlich im Namen einer anderen Gerätekategorie. Versteckt in der Klimaanlage entzieht der Luftentfeuchter der warmen Luft ihren Schrecken. Das Kühlaggregat der Klimaanlage reduziert die Raumtemperatur objektiv um 2-4 Grad Celsius. Subjektiv merkt der Hitzegeplagte davon nichts. Das was er subjektiv als angenehm empfindet, ist die reduzierte Luftfeuchtigkeit. Die Temperatur scheint deutlich niedriger, wenn sie mit einer geringeren Luftfeuchtigkeit einher geht. Wer eine Klimaanlage kaufen möchte, sollte deshalb immer auch die Leistungsfähigkeit des integrierten Luftentfeuchters im Auge haben! Mitunter ist es gar einen Versuch wert, nur auf Luftentfeuchter oder der in Klimaanlagen integrierten Luftentfeuchtungsfunktion zu setzen, um das hitzige Raumklima zu entschärfen. Ein stetig geöffnetes Fenster, wie es beim Betrieb eines mobilen Klimagerätes notwendig ist um die Abwärme abzuführen, braucht es beim Luftentfeuchter nicht. Ein angenehmeres Wohn- und Arbeitsklima resultiert im Sommer mitunter nur aus dem Betrieb eines reinen Luftentfeuchters, bzw. aus der separat betriebenen Luftentfeuchtungsfunktion einer Klimaanlage.
Wer nun hofft den subjektiv empfundenen Kühleffekt mittels leistungsfähigerem Bautrockner steigern zu können, muss enttäuscht werden. Der Bautrockner arbeitet nach einem anderen Entfeuchtungs-Prinzip. Die beim Bautrockner stattfindende Adsorptionstrocknung setzt sehr viel Abwärme frei und erfordert ein geöffnetes Fenster, um die Massen an Feuchtigkeit abführen zu können. Zudem sollte die Luftfeuchtigkeit im Sinne der Gesundheit von Mensch und Haus, nicht unter ein gewisses Maß fallen. So ist ein guter Bautrockner durchaus in der Lage, die Luftfeuchtigkeit auf bis zu 5% runter zu schrauben. Die Folgen für die Küchenfee wären verheerend! Binnen weniger Stunden täte sie zur Trockenpflaume mutieren!

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Wäsche und Pflanzen trocknen mittels Luftentfeuchter

Es gibt sicher bessere Möglichkeiten seine Wäsche zu trocknen. Je nach Wetterlage und Wohnsituation ist man aber mitunter gezwungen, die Wäsche im Badezimmer aufzuhängen. Gerade dort möchte man es schön warm haben und kann im Winter nicht ständig das Fenster geöffnet lassen. Bewohner von Mietskasernen legen sich deshalb einen Wäschetrockner zu. Dieser arbeitet natürlich effektiver im Vergleich zum Luftentfeuchter, rentiert sich aber trotzdem nur dann, wenn er regelmäßig zum Einsatz kommt. Wer nur hin und wieder seine Wäsche im Bad trocknen muss, kommt mit einem Luftentfeuchter günstiger davon. Insbesondere dann wenn er bereits aus anderen Gründen einen Luftentfeuchter besitzt. Innerhalb eines Tages ist die Wäsche getrocknet und das Bad ist wieder frei.
Wer sich aus irgendwelchen Gründen genötigt sieht große Mengen an Pflanzen oder Pflanzenteilen zu trocknen, kann ebenfalls vom Einsatz eines Luftentfeuchters profitieren. In wieweit es sinnvoll ist 300g Teeblätter für den Eigenbedarf mit dem Luftentfeuchter zu trocknen, mag dahingestellt sein. Wer aber einen ganzen Raum voll Teeblätter, Baldrianwurzeln oder Tabak trocknen möchte, tut gut daran den Trockenvorgang mittels Luftentfeuchter zu beschleunigen. Ausfälle durch Fäulnis werden vermieden, das Trockengut steht schneller zur Verfügung und es staubt aufgrund der kürzeren Lagerung nicht ein. Ein Luftentfeuchter mit HEPA-Filter unterbindet nicht nur das Einstauben des Trockengutes, sondern filtert auch eventuell vorhandene Schimmelsporen aus der Raumluft. So wird eine Übertragung von bereits vorhandenem Schimmel auf andere Chargen wirkungsvoll verhindert. Ob die Art der Trocknung einen Einfluss auf die Qualität des Trockengutes hat, gilt es im Einzelfall zu prüfen! Mitunter ist die natürliche und allmähliche Trocknung ohne Luftentfeuchter von Vorteil. Ggf. gilt es die Luftfeuchtigkeit mittels Hygrometer genau zu überwachen. Fragen Sie diesbezüglich Ihren Gärtner, Arzt oder Apotheker!

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Die Gefahren der Luftentfeuchter & Bautrockner

Bautrockner vs. Luftentfeuchter I Eignung I Gefahren I Test I Alternativen

Schimmelsporen in der vom Luftentfeuchter abgegebenen Luft

Der Bautrockner saugt die feuchte Luft an und verbringt sie durch eine Öffnung im Baukörper nach draußen. Der Luftentfeuchter saugt die feuchte Luft an und führt sie entfeuchtet wieder der Raumluft zu. Wenn die Feuchtigkeit im Raum bereits zur Schimmelbildung geführt hat, kann die Arbeitsweise des Luftentfeuchters verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohner mit sich bringen. Nicht immer sieht man den Schimmel, versteckt er sich doch gerne hinter Schränken, Bodenleisten oder wandanliegendem Firlefanz. Eine sachgerechte Entfernung des Schimmels vor der Luftentfeuchtung ist zwar notwendig, gelingt aber nie vollständig. Wird nun ein vermeintlich günstiger Luftentfeuchter ohne HEPA-Filter zum Einsatz gebracht, verteilt dieser die eingesaugten Schimmelsporen mit Karacho in der Atemluft. Der mitunter in günstigen Luftentfeuchtern vorhandene Staubfilter kann die Kontaminierung der Atemluft mit Schimmelsporen nicht verhindern. Auch Feinstäube kann er nicht aufhalten. Die besten Luftentfeuchter im Test warteten unterdes mit einem wirksamen HEPA-Filter auf. Dieser macht den Luftentfeuchter ganz nebenbei zum vollwertigen Luftreiniger. Bei der Luftreinigung mittels HEPA-Filter werden bis zu 99,9% aller Schwebeteilchen wie Pollen, Feinstaub und Schimmelsporen aus der entfeuchteten Luft herausgefiltert. Speziell beim Einsatz eines Luftentfeuchters ist diese Form der Luftfilterung nicht nur für den Allergiker ein absolutes muss. Schimmelsporen gefährden jeden, können schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen und geschwächten Menschen das Leben kosten. Aus diesem Grunde konnte in unserem Test nur ein Luftentfeuchter mit HEPA-Filter zum Testsieger gekürt werden. Gut 100 EUR mehr muss man auf den Tisch blättern, möchte man einen Luftentfeuchter mit HEPA-Filter kaufen. Der Ersatzfilter kostet ungefähr 20 EUR. Wird der Luftentfeuchter regelmäßig als Luftreiniger betrieben, sollte der HEPA-Filter jährlich gewechselt werden!

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Dehydrierung und Übertrocknung durch Bautrockner

Wird eine trockene Luft im Sommer als angenehm empfunden, so kann sie der Gesundheit im Winter schaden. Zu diesem Zwecke braucht es nicht einmal einen Luftentfeuchter. Da kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann, leidet die Haut des Menschen im Winter unter der daraus folgenden Austrocknung. Spröde und rissige Hände sind die ersten Anzeichen einer zu trockenen Luft. Fehlt es den Schleimhäuten an der nötigen Feuchtigkeit, kann es zu unangenehmen Erkrankungen der oberen Atemwege kommen. Gereizte Schleimhäute können eine Nebenhöhlenentzündung hervorrufen. Statt eines Luftentfeuchters sollte deshalb im Winter ggf. ein Luftbefeuchter zum Einsatz kommen. Nun wird kaum jemand auf die Idee kommen, bewohnte Räume im Winter dauerhaft mit einem Luftentfeuchter zu klimatisieren. Gesundheitliche Gefahren sind deshalb diesbezüglich vom elektrischen Luftentfeuchter nicht wirklich zu erwarten.
Anders sieht es aus beim Bautrockner. Der nach dem Adsorbtionsprinzip arbeitende und extrem leistungsfähige Bautrockner entzieht dem Menschen quasi die Lebensgrundlage. Bis auf 5% kann er die Luftfeuchtigkeit senken. Das macht niemand lange mit möchte man meinen?! Nun der gesunde Mensch wird rechtzeitig merken wenn seine Lippen zerbröseln und den Spuk beenden. Außerdem kommt ein Bautrockner aufgrund seiner unangenehmen Begleiterscheinungen normalerweise nicht in Wohnräumen zum Einsatz. In Nebenräumen hingegen wird er manchmal hergenommen, um nach einer Havarie schnell für Trockenheit zu sorgen. Handelt es sich dabei um das Zimmer der alzheimerkranken und bettlägerigen Schwiegermutter, so kann der Einsatz des Bautrockners böse in die Windeln gehen. Genau so schnell wie der Bautrockner das Krankenlager der wehrlosen Dame wieder getrocknet hat, macht er das alte Mädchen zum Fensterleder. Je nach Stadium der Krankheit, ist ein Hilferuf unmöglich. Was dem wehrlosen Menschen schadet, hält auch den Wellensittich nicht lange auf der Stange. Vor dem Einsatz eines Bautrockners gilt es deshalb auch die Tiere in Sicherheit zu bringen! Ein leichtfertiger Einsatz im feuchten Stall ist kein so unwahrscheinliches Szenario! Wer nicht will dass seine Schweine zu trocken schmecken, sollte den Vorgang der Entfeuchtung penibel mittels Hygrometer überwachen!
Eine rabiate Absenkung der Luftfeuchtigkeit mittels Bautrockner schadet nicht nur der Gesundheit von Flora und Fauna. Auch Teile des Bauwerks und der Möblierung können großen Schaden nehmen. Bauteile aus Holz wie Treppen, Dachbalken oder Holzfenster können durch den unbeaufsichtigten und unfachmännischen Einsatz eines Bautrockners übertrocknen. Daraus resultierende Risse im Holz sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch die Funktion der betreffenden Bauelemente beeinträchtigen. In erster Linie leidet die Optik. Dies ist besonders ärgerlich wenn es die guten Möbel trifft, welche eigentlich durch den Einsatz des Bautrockners gerettet werden sollten. Bei der Trocknung sollte man deshalb immer die Luftfeuchtigkeit im Auge behalten bzw. die Automatik des Bautrockners sinnvoll justieren.

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Der Luftentfeuchter Test im Detail

Bautrockner vs. Luftentfeuchter I Eignung I Gefahren I Test I Alternativen

12 Strom betriebene Luftentfeuchter mit der angeblichen Eignung für mittlere bis große Räumlichkeiten galt es im Bautrockner Test 2018 einem Vergleich zu unterziehen. Das Ziel bestand darin, den besten Luftentfeuchter zum Testsieger zu küren und die Angaben der Hersteller zur Leistungsfähigkeit ihrer Bautrockner zu überprüfen. Nicht immer leisteten die Luftentfeuchter, was im Datenblatt versprochen wurde! Außer Konkurrenz zogen wir vergleichsweise 3 Klimageräte mit integrierter Luftentfeuchtungsfunktion zum Bautrockner Test hinzu. Ein Vergleich mit einem überraschenden Testergebnis, denn die in den Klimaanlagen integrierte Luftentfeuchtungsfunktion, stellte sich im Luftentfeuchter Test 2018 als äußerst leistungsfähig heraus. Leider fehlte es ihr am nötigen Komfort und an der Leistungsfähigkeit bei niedrigen Temperaturen.

Die Testumgebung

Als Testumgebung diente uns ein kaputt sanierter Wohnbungalow, in einem von der Biogasproduktion entvölkerten Landstrich. Der schicke Flachbau entstand Anfang der neunziger Jahre aus einer zum Wohnhaus erweiterten Gartenlaube. Das Grundstück am Rande der Bahngleise konnte der stolze Schrebergärtner kurz nach der Wende günstig abstauben, war aber schon immer ein wenig feucht. Der alte Teil des Hauses zieht das Wasser wie ein Schwamm, während die im Jahre 2015 nach EnEV 2014 abgedichtete Gebäudehülle, die Kälte nicht rein und die Feuchtigkeit nicht raus lässt. Eine Lüftungsanlage lag nicht im Budget. Statt über zu öffnende Fenster verfügen die alten Räume der einstigen Laube über "Lichteinlässe" aus Glasbausteinen. Die hatte der einstige Schlosser damals gegen einen W50 Motor eingetauscht, welchen er dem Volkseigentum entnommen hatte. Beziehungen zum Fensterbauer hatte er leider nicht. Die verlassene und mit innenliegenden Schimmelflecken versehene Bauruine überlies uns der wehmütige Frührentner gegen Überlassung der getesteten Luftentfeuchter nach Abschluss des Testberichtes. Er möchte die Luftentfeuchter in seinem jetzigen Haus zum Einsatz bringen, welches er dank guter Beziehungen günstig kaufen konnte, aber vom letzten Hochwasser ziemlich gebeutelt wurde. Werden die 12 kompakten Bautrockner wohl den Dauertest überstehen? Wir werden es sehen!

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Design, erster Eindruck & Inbetriebnahme der Luftentfeuchter

Nahezu komplett montiert, erreichten uns die 12 zu testenden Luftentfeuchter in teilweise gutem Zustand. Ein paar Beulen hier, ein paar unregelmäßige Spaltmaße da, führten bei einigen der kompakten Bautrockner zu Punktabzügen in der B-Note. Nach Entfernung diverser Transportsicherungen, zur Kenntnisnahme des Designs und einer ersten Einschätzung der Betriebssicherheit, prüften wir die Luftentfeuchter zunächst auf ihre Funktion, um ev. defekte Bautrockner sofort umtauschen zu können. Da der alte Mann nicht nur auf den Einbau einer Lüftungsanlage verzichtete, sondern auch den FI-Schalter für unnötig erachtete, mussten sogleich ein Luftentfeuchter entsorgt und zwei Produktprüfer von der SMH abgeholt werden. Die 11 im Test verbliebenen Luftentfeuchter funktionierten augenscheinlich fehlerfrei, auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch nichts zu deren Wirksamkeit gesagt werden konnte. Das äußere Erscheinungsbild der Luftentfeuchter wirkte durchweg "Neutral". Einige wirkten langweilig neutral, andere eher wild neutral. So eignet sich der eine Luftentfeuchter eher für rustikale Umgebungen und der andere mehr für Studentenbuden. Negativ werteten wir allenfalls die zu kurzen Netzkabel dreier Luftentfeuchter. Wer in feuchten Umgebungen auch noch mit Verlängerungskabel hantieren muss, schafft sich zusätzliche Gefahrenquellen. Alles in allem ein gutes Zwischenergebnis, denn 7 der zum Test angetretenen Luftentfeuchter erhaschten sich die Teil-Testnote "Sehr Gut". Das macht Mut!

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Schadstoff- und Lärmemissionen im Luftentfeuchter Test

Lautlos kann ein Luftentfeuchter nicht agieren, denn Kompressor und Lüfterrad verursachen nun einmal Geräuschemissionen. Immerhin verfügten 9 der 11 im Test verbliebenen Luftentfeuchter über einen Nacht- bzw. Flüstermodus. Die damit verbundene Geräuschentwicklung war angenehm bis akzeptabel, aber die Entfeuchtungsleistung einiger Luftentfeuchter litt unserer Meinung nach zu sehr unter der Geräuschreduzierung. Die größer dimensionierten Bautrockner erschienen uns hier von Vorteil. Deren größere Lüfter können langsamer und somit leiser drehen. Deren Nachtmodus ist immer noch leistungsfähig genug, um einen konstanten Feuchtenachschub aus der Luft fischen zu können. In zwei von drei Fällen litt aber der Stromverbrauch merklich darunter. Der Stromverbrauch eines Luftentfeuchters ist im Übrigen generell nicht zu verachten. Zwar ist ein Stromverbrauch von 0,5kw pro Stunde nicht weiter der Rede wert, wenn der Luftentfeuchter nur in gelegentlichen Extremsituationen zum Einsatz kommt. Wer aber sein kaputt saniertes Eigenheim dauerhaft mittels Luftentfeuchter am Leben erhalten möchte, sollte sich schon mal eine reiche Frau suchen!
Die Schadstoffemissionen der einzelnen Luftentfeuchter waren letztlich für uns Testentscheidend. Wann immer ein Gerät Luft ansaugt um sie wieder auszublasen, werden einerseits Schmutzpartikel ins Gerät gezogen und andererseits werden abgelagerte Schmutzpartikel vom austretenden Luftstrom aufgewirbelt. Um angesaugten Staub nicht wieder in den Raum zu blasen, integrieren alle getesteten Luftentfeuchter einen auswaschbaren Staubfilter. Dieser ist jedoch nicht in der Lage Feinstäube, Allergene und Schimmelsporen zu binden. Letztere fühlen sich in feuchten Umgebungen wie Zuhause und sind in zu entfeuchtenden Umgebungen oft anzutreffen. Es muss um jeden Preis verhindert werden, dass Schimmelsporen in die Atemluft gelangen! Zu unserer Überraschung besaßen nur zwei der getesteten Luftentfeuchter den unserer Meinung nach unabdingbaren HEPA-Filter. Einer der beiden verbliebenen Anwärter um den Testsieger Titel, blieb trotz des vorhandenen und für wirksam befundenen HEPA-Filters bezahlbar. Die Luftreinigungsfunktion macht sich nicht nur bei der unmittelbaren Lebensrettung bezahlt. Der HEPA-Filter erleichtert das Leben der größer werdenden Anzahl an Allergikern und er filtert die für die langfristige Gesundheit so schädlichen Feinstäube aus der Atemluft. Dazu gehören die Partikel des Tabakrauchs, Pollen, Asbestfasern und die Zerfallsprodukte des Edelgases Radon.
Aufgrund unserer Messungen dachten wir zunächst, einige der Luftentfeuchter wären mit Asbest belastet. Tatsächlich aber war es der Fußboden im Bereich der einstigen Gartenlaube. Dies hat uns der alte Herr verheimlicht. Trotz allem waren es letztendlich 9 der im Test verbliebenen Bautrockner, welche die Atemluft mit Asbestpartikeln kontaminierten. Die Luftentfeuchter mit HEPA-Filter hielten nicht nur die Schimmelsporen, sondern auch die Asbestpartikel zurück. Es dürfte klar sein, dass ein derart beanspruchter Filter mit größter Vorsicht als Sondermüll zu entsorgen ist?! War das wirklich jedem klar? Verpacken Sie einen verbrauchten Filter in einer hermetisch geschlossenen Plastiktüte und schicken Sie ihn zum Hersteller/Verkäufer zurück!

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Handhabung und Bedienung der Luftentfeuchter

Die von uns getesteten kompakten Bautrockner (richtigerweise "Luftentfeuchter") erschienen allesamt mit einem betriebsfertigen Gewicht von weniger als 20kg zum Test (11-18kg). Sie sind also grundsätzlich von einer Person zu bewegen. In 10 von 11 Fällen verfügten die Luftentfeuchter sowohl über einen Griff, als auch über 4 kleine Rollen. Der kleinste Luftentfeuchter besaß nur einen (sehr guten und völlig ausreichenden) Griff. Dort wo Rollen oder Räder vorhanden und auch notwendig waren, galt es deren Zweckmäßigkeit zu testen. Auch die Tragegriffe und deren Zusammenspiel mit den Rollen waren uns wichtig. Die Rollen der Luftentfeuchter erschienen uns allesamt recht klein. Trotzdem ließen sich die kompakten Entfeuchter leidlich gut über einen ausgelatschten Dielenfußboden bewegen. Problematisch wurde es bei den Türschwellen und natürlich bei Treppen. Hier kam der Griff ins Spiel. Konnte der Luftentfeuchter sicher mit einer Hand gegriffen und über das Hindernis getragen werden, so gab es von uns trotz der kleinen Räder eine gute Testnote. Bei den kleineren Geräten fragten wir uns mitunter, warum man die Räder nicht einfach weggelassen hat. Es bräuchte einen Erdnuckel, um die kleinen Geräte schieben zu können.
Die Bedienung der Luftentfeuchter profitierte in 5 von 11 Fällen von einem großen Display und einem einfach strukturierten Bedienfeld. Die Unsitte der englischen Beschriftung nahmen sich 10 der 11 getesteten Bautrockner heraus. Trotzdem ließen sich 4 der 11 getesteten Luftentfeuchtungsgeräte nach kurzer Kenntnisnahme der Bedienungsanleitung nahezu intuitiv bedienen. Dies erscheint uns insbesondere deshalb sehr wichtig, da ein Luftentfeuchter idealerweise sehr selten zum Einsatz kommt. Wenn man dann nach einem Jahr der Nichtnutzung erst wieder die Gebrauchsanleitung studieren muss, um den Luftentfeuchter bedienen zu können, ist damit niemandem geholfen. Trotz seiner Funktionsvielfalt und seiner englischen Beschriftung, wusste unser späterer Testsieger auch in dieser Disziplin zu gefallen. Wie 9 andere Luftentfeuchter verfügte der Testsieger nicht nur über einen Wasserauffangbehälter, sondern über einen Schlauchanschuß zur kontinuierlichen Wasserabführung. Wer seinen Luftentfeuchter über mehrere Stunden unbeaufsichtigt betreiben möchte, sollte auf die Möglichkeit der Wasserableitung mittels Schlauch nicht verzichten! Ein Überlaufen der integrierten Wasserauffangbehälter wurde unterdes bei 9 der 11 Bautrockner durch Sicherheitsmechanismen wirkungsvoll unterbunden. Auch bei den 2 mangelhaften Luftentfeuchtern sollte eigentlich ein Überlaufschutz vorhanden sein, funktionierte aber nicht. Die Größe der Wassertanks erachteten wir im Verhältnis zur Entfeuchtungsleistung stets als angemessen. Was uns bei 4 der getesteten Luftentfeuchter nicht gefallen hat, war die umständliche Entnehmbarkeit der vollen Wasseraufnahmebehälter. Wenn man Pech hatte, war der Wasserschaden hinterher größer als vorher.

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Der Dauertest und die Entfeuchtungsleistung im Vergleich

Die von uns getesteten kompakten Bautrockner waren in ihrer Kompaktheit recht verschieden. Natürlich kann ein kleineres, günstigeres und sparsameres Modell, nicht die Entfeuchtungsleistung eines größeren Luftentfeuchters erbringen. Wir setzten deshalb die Entfeuchtungsleistung ins Verhältnis zu den Kosten. Außerdem wollten wir wissen, ob man die Angaben der Hersteller zur Leistungsfähigkeit ihrer Bautrockner ernst nehmen kann. Laut Angaben im jeweiligen Datenblatt, sollen die zum Test angetretenen Luftentfeuchter max. zwischen 9 und 40 Liter Wasser aus der Luft zuzeln. Welche Bedingungen vorherrschen müssen, um diese Entfeuchtungsleistung erbringen zu können, brachten wir leider nicht in Erfahrung. In unserer Bauruine brachten wir es auf Entfeuchtungsleistungen von 2 bis 26 Liter in 24 Stunden. Zu diesem Zwecke sorgten wir für einen konstanten zusätzlichen Wassereintrag und eine entsprechende Beheizung des Gebäudes, damit die nötige Luftfeuchtigkeit gegeben war. Im direkten Vergleich der Luftentfeuchter, zogen sich 3 Geräte bezogen auf die Angaben im Datenblatt, außerordentlich schlecht aus der Affäre. Zwei der getesteten Entfeuchter arbeiteten merklich besser als der Rest, konnten aber die Versprechungen im Datenblatt auch nicht bestätigen. Prozentual gesehen, kamen sie aber näher an den angegebenen Maximalwert heran. Zur Erreichung des angegebenen Maximalwertes hätten wir die 11 Luftentfeuchter wahrscheinlich in der nahegelegenen Elbe versenken müssen?! Wir rangen uns zu zwei sehr guten Testnoten durch und stuften je nach prozentualer Nähe zum angegebenen Maximalwert ab. In zwei Fällen führte ein unpassend hoher Stromverbrauch zur zusätzlichen Abwertung.
Der Dauertest der 11 Luftentfeuchter verlief nicht ganz nach Plan. Das schwache Stromnetz unserer praxisnahen Testumgebung erlaubte nicht den gleichzeitigen Betrieb von mehr als 6-8 Bautrocknern. Immerhin verfügte es dank unserer Nachrüstung und Opfer an Menschenmaterial, über einen Fehlerstromschutzschalter. Letztlich konnten wir nicht wie vorgesehen einen Einsatz von 5 Jahren mit insgesamt 250 Betriebsstunden simulieren, sondern brachten es nur auf 50 Betriebsstunden pro Luftentfeuchter. Dies entspricht ungefähr der durchschnittlichen Nutzungsdauer innerhalb eines Jahres im privaten Bereich. Nach Testende konnten wir dem Besitzer der Bauruine 7 der getesteten Luftentfeuchter voll funktionsfähig übergeben. Ein Luftentfeuchter setzte sich aufgrund der nicht funktionierenden Überlaufsicherung selbst Schachmatt. Die restlichen 3 Testkandidaten wussten durch kleinere Schäden zu missfallen. Da wären festgelaufene Rollen zu nennen, gebrochene Teile aufgrund komplizierter Wassertankentnahme zu vermelden und ein nicht mehr richtig funktionierendes LCD-Display zu beklagen. Ein eher durchwachsenes Testergebnis.

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Die Klimaanlage als Luftentfeuchter

Jede echte Klimaanlage verfügt über eine von Gott gegebene Luftentfeuchtungsfunktion. Falsche Klimaanlagen ("Luftkühler") verfügen allenfalls über eine vom Teufel gegebene Luftbefeuchtungsfunktion. Leider werden jene nutzlosen Luftkühler gerne auch als Klimagerät bezeichnet, um sie besser verkaufen zu können. Aber zurück zur Sache:
Wird warme Luft von einem echten Klimagerät herunter gekühlt (ein Luftkühler kann das nicht!), sinkt die Wasserspeicherfähigkeit der kühler werdenden Luft. Die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit kondensiert, "regnet ab" und sammelt sich idealerweise in einem Sammelbehälter. Somit ist die Luftentfeuchtung ein natürlicher und angenehmer Nebeneffekt der Luftkühlung mittels Klimaanlage. Warum also nicht die bereits vorhandene Klimaanlage als Luftentfeuchter hernehmen? Der Gedanke ist gar nicht so abwegig, wie unser Luftentfeuchter Test 2018 gezeigt hat. Wir zogen also drei im Privatbesitz unserer Produktprüfer befindlichen mobilen Klimagerät zum Vergleich hinzu, um deren Tauglichkeit als Luftentfeuchter zu testen. Das Ergebnis war beeindruckend aber nicht berauschend. Tatsächlich entziehen die Klimageräte der warmen Luft ebensoviel Feuchtigkeit, wie die von uns getesteten Luftentfeuchter. Mit kälter werdender Luft fallen die Klimageräte deutlich hinter den Bautrocknern zurück und zuzeln darüber hinaus vergleichsweise stark an der Steckdose. Mobile Klimageräte sind doppelt so groß, schwer und laut, wie die in ihrer Entfeuchtungsleistung vergleichbaren Luftentfeuchter. Bei allen 3 Klimageräten (des unteren Preissegmentes), ließen sich die kleinen Wasserauffangbehälter schlecht oder nicht direkt entleeren. So diente der im Lieferumfang befindliche Wasserschlauch nicht dazu, das der Luft entzogene Wasser dauerhaft abzuleiten. Der Wasserschlauch diente nur dazu, den vollen 1,5l Wasserauffangbehälter im Rahmen einer komplizierten Prozedur manuell zu entleeren. Im Folgenden zitieren wir einen Abschnitt aus einer der Gebrauchsanleitungen:

"Um den Betrieb mit Kompressor fortsetzen zu können, müssen Sie den Wasserbehälter leeren. Sie benötigen dafür ein Bodentuch, eine flache Schale, die ca. 1,5 Liter Wasser aufnehmen kann, und den im Lieferumfang befindlichen Wasserschlauch."

Obwohl die im Anschluss abgedruckte Anleitung zur Prozedur an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist, verzichten wir aufgrund deren Länge darauf, sie hier wiederzugeben. Ohne Abitur könnte man die Anleitung eh nicht nachvollziehen.
Zusammenfassend muss gesagt werden, das die Klimaanlagen trotz hervorragender Entfeuchtungsleistung bei hohen Temperaturen, den Luftentfeuchtern nicht das Wasser reichen können. Lautstärke, Handhabung des gesammelten Wassers und der Stromverbrauch, sprechen ganzjährig gegen den Einsatz der Klimaanlage, als Luftentfeuchter zum Zwecke der Bauwerkstrockenlegung. In der kalten Jahreszeit fehlt es zudem an der nötigen Entfeuchtungsleistung. Wer also vorrangig die Luft entfeuchten möchte, sollte sich einen reinrassigen Luftentfeuchter kaufen! Ggf. kann der Luftentfeuchter sogar die Klimaanlage im Sommer erübrigen.

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Alternativen zum Luftentfeuchter

Bautrockner vs. Luftentfeuchter I Eignung I Gefahren I Test I Alternativen

Nicht immer muss es ein Luftentfeuchter sein und mitunter versteckt er sich auch in anderen Geräten. Bei partiellen Wasserflecken an der Wand, entstanden weil das Fenster vor dem Regenschauer nicht geschlossen wurde, kann ein einfacher Ventilator zielgerichteter als ein Bautrockner agieren. Wer die Anschaffung einer etwas besseren Klimaanlage ins Auge gefasst hat, kann möglicherweise auf den Kauf eines Luftentfeuchters verzichten, denn dieser ist in jedem guten Klimagerät bereits enthalten. Der Rat schon beim Bau des Hauses auf die Errichtung eines gesunden Baukörpers zu achten, kommt unterdes für die meisten Ratsuchenden zu spät. Wer noch nicht gebaut oder kaputt saniert hat, kann Feuchteschäden im Vorfeld ausschließen. Dazu gehört der Kauf eines Baugrundstückes in hochwassersicherem Terrain (siehe Hochwassergefahrenkarten), die Wahl eines etablierten Bauingenieurs (zur Not geht auch ein Architekt) und die Beschäftigung seriöser Gewerke. Den Einbau einer Lüftungsanlage erachten wir unterdes als Alternativlos, wenn man nach der Energieeinsparungsverordnung baut oder saniert.

Ventilator vs. Luftentfeuchter

Ein kräftiger Standventilator ist eine gute Alternative zum Luftentfeuchter, wenn der Baukörper gesund ist und sich der Schaden auf eine kleine feuchte Stelle an der Wand beschränkt. Ein derartiger Schaden entsteht vornehmlich dann, wenn im Vorfeld eines Starkregens die Fenster nicht geschlossen wurden. Ähnlich wie ein Fön die Haare trocknet, sorgt der Ventilator dafür, dass die Feuchtigkeit an der Wandoberfläche verdampft und in die Raumluft übergeht. Die ist in der Regel aufnahmefähig genug, um eine gewisse Menge an Wasserdampf zu binden. Das geöffnete Fenster sorgt dann dafür, dass die feuchte Luft nach draußen abgeführt wird. Anstelle des Ventilators kann auch ein Heizlüfter hergenommen werden. Dieser bläst aber nicht so kräftig wie ein starker Standventilator und verbraucht mehr Energie. Zur Beseitigung großer Feuchteschäden eignet sich der Ventilator nicht, denn er bindet im Gegensatz zum Luftentfeuchter keine Feuchtigkeit, sondern überträgt sie an die Raumluft. Ist die Raumluft gesättigt, verbleibt die restliche Feuchtigkeit im Baukörper oder regnet von der Decke. Auch bei vorhandenem Schimmel sollte man den Ventilator nicht verwenden, denn er verteilt die Schimmelsporen in der Atemluft. Hier kann nur ein Luftentfeuchter mit HEPA-Filter helfen!

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Klimaanlage mit integriertem Luftentfeuchter

Nur wenige Klimaanlagen des unteren Preissegmentes verzichten auf die Integration eines Luftentfeuchters. Dieser ist es nämlich, welcher das Raumklima subjektiv angenehmer erscheinen lässt. Sogenannte Luftkühler integrieren stattdessen oft einen Luftbefeuchter und ergeben so eine kontraproduktive Mogelpackung. Der in Klimaanlagen integrierte Luftentfeuchter arbeitet wie seine eigenständigen Brüder nach dem Prinzip der Kondensationstrocknung und ist nicht selten erstaunlich leistungsfähig. Wer also schon eine Klimaanlage besitzt oder deren Kauf in Erwägung zieht, kann sich die Anschaffung eines Luftentfeuchters möglicherweise sparen. Er sollte aber wissen, dass Klima-Splittgeräte zwar eine enorme Entfeuchtungsleistung bieten können, aber an einen festen Ort gebunden sind und vom Fachmann installiert werden müssen. Das mobile Klimagerät lässt sich zwar ähnlich leicht versetzen wie ein Luftentfeuchter, bietet aber im Vergleich zur Splitt-Klimaanlage eine unterirdische Kühlleistung und macht einen Heiden Lärm. Mitunter lässt sich deren Wasserauffangbehälter schlecht erreichen und leeren, weil die Luftentfeuchtungsfunktion bei der Konstruktion der Klimaanlage nicht im Vordergrund stand. Es kann aber durchaus sein, dass Sie die Klimaanlage günstiger kaufen können, als den reinen Luftentfeuchter. Während Luftentfeuchter ganzjährig gefragt sind und deshalb zu konstanten Preisen erhältlich sind, verkaufen sich Klimageräte nur bei Aneinanderreihung mehrerer tropischer Sommernächte. So bekommt man schlechte Klimageräte, welche durchaus gute Luftentfeuchter sein können, in einem verkorksten Sommer für weit unter 200 EUR. Leider besitzen diese keinen HEPA-Filter. Klimaanlagen verbrauchen außerdem mehr Strom im Vergleich zum Luftentfeuchter, und eignen sich nicht zur Entfeuchtung bei niedriger Umgebungstemperatur.

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Lüftungsanlage vs. Luftentfeuchter

Aus gutem Grunde lehnen es bessere Architekten und Bauträger heutzutage ab, ein Bauwerk ohne Lüftungsanlage zu projektieren. Bei der energetischen Sanierung in Eigenregie, wird der Einbau einer Lüftungsanlage oft vergessen. Nur die Lüftungsanlage kann das Manko einer hermetisch isolierten Gebäudehülle kompensieren! Wer nach der Energieeinsparungsverordnung baut oder saniert, schafft sich einen Gebäudekrüppel. Dieser kann ohne fremde Hilfe nicht existieren. Wer glaubt den fehlenden natürlichen Nachschub an Frischluft durch regelmäßiges Lüften kompensieren zu können, hat die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Die Berufswelt von heute spielt nicht selten fern der Heimat. Auch der Jahresurlaub wird nach Möglichkeit nicht am offenen Fenster verbracht. Selten lässt sich das 3x tägliche Lüften zuverlässig gewährleisten. Mitunter wird es einfach vergessen oder vernachlässigt. Recht schnell steigt die Luftfeuchtigkeit im inneren des Hauses auf ein kritisches Niveau. Menschen, Tiere und Pflanzen sondern Feuchtigkeit ab. Wasserdampf entsteht beim kochen, duschen und Fenster putzen. Auch der Baukörper gibt aufgenommene Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Nach kurzer Zeit ohne Frischluftzufuhr kollabiert die übersättigte Raumluft und kotzt das überschüssige Wasser wieder aus. Die feuchte Luft kondensiert und schafft gefährliche Problemzonen. Binnen kürzester Zeit kommt es zur Schimmelbildung. Kommt man dann nach 2 Wochen aus dem Jahresurlaub oder von Montage zurück, kann man mit der Renovierung seines Hauses beginnen. Dies zu vermeiden ist idealerweise Aufgabe einer ordentlich dimensionierten Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Dank der automatischen Lüftungsanlage können die Fenster geschlossen bleiben. Außerdem wird im Vergleich zur Fensterlüftung weniger Heizenergie vergeudet. Wer auf Nummer sicher gehen will und der Zuverlässigkeit seiner Lüftungsanlage nicht traut, kann parallel dazu einen Luftentfeuchter kaufen. Dessen Einsatz empfiehlt sich bei längerer Abwesenheit. Er kann so justiert werden, dass er sich nur dann einschaltet, wenn die Luftfeuchtigkeit aufgrund einer defekten Lüftungsanlage über ein gewisses Maß ansteigt. Wer keine Lüftungsanlage besitzt, kommt um den Kauf eines Luftentfeuchters nicht umhin. Bis zur unabdingbaren Nachrüstung einer Lüftungsanlage, muss der Luftentfeuchter die Entfeuchtung der Raumluft übernehmen. Trotzdem erachten wir den Luftentfeuchter nicht als dauerhafte Alternative zur Lüftungsanlage. Er kann unserer Meinung nach nur ein Notnagel sein. Sein Stromverbrauch ist schlicht zu hoch und seine Kapazität für eine Wohnfläche von über 40m² zumeist nicht ausreichend. Anstatt sich mehrere Luftentfeuchter zu kaufen, sollte man besser heut als Morgen die Lüftungsanlage nachrüsten oder besser noch, die umweltschädliche und als Sondermüll zu entsorgende Fassadendämmung wieder herunter reißen.

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Nebenräume temperieren und lüften

Schimmelschäden entstehen fast nie im beheizten Wohnzimmer. Auch die sogenannten Feuchträume wie Küche und Bad sind selten betroffen, denn dort wird geheizt und regelmäßig gelüftet. Abstellkammern, Speisekammern, Windfänge und Hausflure aber, werden nicht geheizt oder auf zu niedrigem Niveau temperiert. Auch das Lüften wird in diesen Nebenräumen oft über Tage vergessen. Die kalte Luft kann die Feuchtigkeit nicht binden. Es kommt zur Kondensation an Wand und Decke. Der Schimmel blüht in jeder Ecke. Trotzdem bleibt er lange unerkannt, weil er an schlecht zugänglichen Stellen die besten Lebensbedingungen vorfindet. Schimmelsporen kontaminieren die Raumluft, wandern aber auch in die Atemluft benachbarter Wohnräume. Dies sorgt nicht nur für schlechte Träume! Bleibt der Schimmel unentdeckt oder wird er einfach ignoriert, kann er die ganze Familie dahin raffen. Dabei sind die Symptome oft unspezifisch und werden fehlgedeutet. Schmerzen, Infektionen, Allergien, Hautreizungen, Konzentrationsstörungen und chronische Erschöpfungszustände können eine Vielzahl an Ursachen haben. Wer denkt da schon an Schimmel im Nebenraum, zumal die Wohnung ansonsten picobello gepflegt und in Schuss ist?
Alle Räume sollten regelmäßig gelüftet und in der kalten Jahreszeit beheizt werden. In den Wohnräumen wird dies selten vergessen, da man weder erfrieren, noch im eigenen Gestank verrecken möchte. Ganz besonders wichtig ist die angemessene Temperierung der Nebenräume! Auch hier sollte man die Temperatur nicht unter 18 Grad Celsius fallen lassen, damit die Luft ein gewisses Maß an Feuchtigkeit aufnehmen kann. Außerdem gilt es 2-3x am Tag eine Schocklüftung durchzuführen (kurz Durchzug machen). Wer dies nicht vergisst, braucht bei gesunder Bausubstanz keinen Luftentfeuchter. Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen und sind bereits feuchte Stellen vom Schimmel befallen, ist der Luftentfeuchter ohne HEPA-Filter keine Alternative. Nur ein vorhandener HEPA-Filter verhindert ein Aufwirbeln von Schimmelsporen!

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Vorsorge beim Bau

Die beste Alternative zum Luftentfeuchter ist zweifelsfrei die Vorsorge beim Bau und bei der Planung des Bauvorhabens. Leichter gesagt als getan, denn der Gesetzgeber schreibt die Feuchteschäden quasi vor. Die regelmäßig verschärfte Energieeinsparungsverordnung zwingt den Bauherren dazu, sein Haus hermetisch abzudichten. Dies führt z.B. dazu, dass herkömmliche Kamine, Kaminöfen und Ablufthauben in einem Neubau oder sanierten Altbau nicht mehr betrieben werden können. Teure Öfen mit externer Luftzufuhr und schlecht funktionierende Umlufthauben sind die Alternativen, welche den Bau weder günstiger noch besser machen. Bezüglich der eingeschlossenen Feuchtigkeit hat sich die Industrie die Lüftungsanlage einfallen lassen, welche ordentlich Geld in die Kassen der Aktionäre spült. Immerhin spart die Lüftungsanlage das was sie an Betriebs- und Reparaturkosten verursacht, an Heizkosten wieder ein. Wer sie vergisst oder für unnötig erachtet, was bei Sanierungen oft genug passiert, braucht später beinah zwingend einen Luftentfeuchter. Doch die Lüftungsanlage allein genügt nicht, um langfristig vor Feuchteschäden sicher zu sein, denn deren Dimensionierung geht vom Normalfall aus, um kostengünstig betrieben werden zu können.
Vor dem Bau gilt es sich den Baugrund genau anzuschauen. Grundstücke welche in Hochwassergefahrenbereichen verkauft werden, sind strickt zu meiden! Die 20.000 EUR welche Sie zunächst sparen würden, zahlen Sie später 10-fach drauf und bezahlen zusätzlich mit Ihrer Gesundheit. Hochwassergefahrenkarten sind überall (mehr oder weniger) öffentlich einsehbar. Mitunter gehen die Gemeinden damit nicht hausieren, weil sie ihre wertlosen Grundstücke teuer an arglose Bürger verkaufen wollen. Der künftige Bauherr muss auf deren Einsicht bestehen, möchte er später nicht baden gehen. Für Sachsen-Anhalt gibt es die vorbildliche App "HochwassergefahrST", welche zur Pflichtlektüre eines jeden Bauherren gehören sollte.
Spätestens wenn das richtige Grundstück gefunden ist, gilt es je nach Baugrund und Grundwasserstand weitere orts- und objektbezogene Maßnahmen zu ergreifen, wobei ein Bauingenieur der bessere Ratgeber sein kann als ein Architekt. Das Metier des Bauingenieurs ist das Material und dessen richtige Verwendung, während sich der Architekt gerne selbst verwirklicht und den Bau zum Kunstwerk verklärt. Letzteres ist schlecht, wenn man drin wohnen möchte.
Welcher Wandaufbau der beste ist und welches Material bei Außenwänden zum Einsatz kommen sollte, ist eine Streitfrage welche in Fachforen fast immer zu virtuellen Prügeleien führt. Unserer Meinung nach sollte der Einsatz einer WDVS-Fassadendämmung vermieden werden und ein Stein mit hoher Wasseraufnahmefähigkeit bevorzugt werden. Porenbeton (Gasbeton) erübrigt den Einsatz einer umweltschädlichen und im Hinblick auf die Bauphysik umstrittenen Zusatzdämmung und kann große Mengen an Feuchtigkeit speichern. Er ist das Mittel der ersten Wahl im 1- und 2-geschossigen Wohnungsbau. Fragen Sie einen anderen "Experten", erzählt er Ihnen das genaue Gegenteil. Deshalb bringt es an dieser Stelle nichts, weiter über das mutmaßlich beste Baumaterial zu philosophieren. Suchen Sie sich einen guten Bauingenieur, welcher in Ihrem Umfeld gesunde Referenzobjekte vorweisen kann. Beschäftigen Sie soweit es möglich ist seriöse Gewerke und achten Sie nicht nur auf den günstigsten Preis. Finden Sie für Ihr Bauvorhaben fähige Partner, stehen die Chancen nicht schlecht, später auf die Dienste eines Luftentfeuchters verzichten zu können. Auch der Bautrockner kann bei THW oder Feuerwehr verbleiben.

Luftentfeuchter Test 2018    I    bester Luftentfeuchter

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